Cistus (Cistus Incanus)

Cistus incanus ist die lateinische, wissenschaftliche Bezeichnung für die graubehaarte Zistrose. Bei dieser Pflanze handelt es sich um einen Vertreter der Zistrosen aus der Familie der Zistrosengewächse. Cistus incanus wächst als immergrüner Strauch, welcher eine Höhe von bis zu 100 cm erreichen kann. Der Strauch besitzt behaarte Zweige, welche wechselständige Blätter tragen. Die Blüten sind meist rosarot und erreichen einen Durchmesser von ca. 5 cm. Die Pflanze kann jedoch auch in weiß, lila oder in rötlichen Farben blühen. Die Blüten sind in Dolden oder einzeln angeordnet. Blütezeit der graubehaarten Zistrose ist von April bis Juni in der sie auch einen aromatischen Duft ausstrahlen. Als Früchte treten eiweißhaltige Samen auf. Cistus incanus bevorzugt trockene kalkhaltige Böden, sowie Silikatgestein, Garigues oder Macchien. Verbreitungsgebiet der Zistrose ist der gesamte Mittelmeerraum und die Iberische Halbinsel. Im westlichen Mittelmeerraum ist sie jedoch nicht flächendeckend verbreitet. Innerhalb der Zistrosengewächse sondert ein Teil der Arten an Blättern und vor allem an den Zweigen eine Harz ab, welches als Labdanum bezeichnet wird. Aufgrund seines aromatischen Duftes wird es vor allem als Bestandteil für Parfüms, Duftkerzen und Öle verwendet.
Cistus Incanus bestellen Cistus incanus bietet verschiedenen Verwendungsarten. In Griechenland wird aus der Pflanze ein Tee zubereitet. Diese Art der Zubereitung geht auf eine lange Geschichte bis ins 4. Jahrhundert vor Christus zurück. Vor allem in Afrika, dem Nahen Osten, sowie in Südeuropa erfreute sich der Tee einer großen Beliebtheit. Erst mit der Kür als Pflanze des Jahres 1999 und mit der Diskussion um eine gesundheitsfördernde Wirkung geriet die Pflanze wieder in den Focus der Öffentlichkeit. Allgemein zeichnet sich die graubehaarte Zistrose durch einen hohen Gehalt an Polyphenolgehalt aus. Polyphenolen wird eine antioxidative Wirkung zugesprochen. Der sekundäre Pflanzenstoff ist vor allem in den Blättern enthalten. Die Blätter werden geschnitten und danach der weiteren Verarbeitung zugeführt. Dazu gehören der Trocknungsprozess, sowie die Reinigung der Blätter von Schmutzpartikeln. Abschließend wird der flüssige Sud getrocknet und dem jeweiligen Verwendungszweck, beispielsweise als Kapseln, Tee oder Sud, zugeführt. Cistus incanus wird häufig als Nahrungsergänzungsmittel angeboten und ist frei im Handel erhältlich. Präparate mit Inhaltsstoffen aus Cistus incanus fallen nicht unter das Arzneimittelgesetz, da die Wirkung noch nicht hinlänglich wissenschaftlich belegt wurde.

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